Präambel
»Die Würde des Menschen ist unantastbar«
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 1
Diese Überzeugung ist Grundlage der Stiftung, so wie die Entwicklungsarbeit von Ruth Pfau von ihr getragen ist. Aus dieser Überzeugung ergibt sich:
- Sowohl die Ideale der Gründer dieser Stiftung als auch die Erfordernisse der jeweiligen Kultur sollen hierbei berücksichtigt werden.
- Jeder Mensch ist ganzheitlich als Person zu sehen und nicht als »Fall« zu behandeln.
- Die einheimischen Mitarbeiter, die Patienten und ihre Familien müssen befähigt werden, das Projekt verantwortlich weiterzuführen.
Diese Zielvorstellungen erwuchsen aus der Zusammenarbeit von Menschen aus Pakistan und Deutschland sowie aus der Lebenserfahrung der Betroffenen. Strategische Planung und strukturelle Genauigkeit sind ihre Folge.
Die rechte Zuwendung jedoch ist nur dem möglich, der bereit ist, dem anderen in Freiheit wehrlos zu begegnen und sich auch Verwundungen auszusetzen.
»Wer keine Tränen in sich trägt, ... darf diesen Weg nicht gehen.«
(Ruth Pfau)
Dieser Erkenntnis zu dienen und sie weiterzutragen, soll der innere Sinn der Stiftung sein.
Praktisch dient die Stiftung einer ganzheitlichen Gesundheitsfürsorge, vorwiegend auf dem Gebiet der weltweiten Lepra- und Tuberkulosebekämpfung, einschließlich begleitender sozialer Maßnahmen. Vergleichbare Dienste können auch für Patienten anderer Erkrankungen und sozialer Randgruppen angeboten und durchgeführt werden.
In allen medizinischen und sozialen Projekten steht der Mensch im Mittelpunkt der Maßnahmen.



